Die Ausbildung zum Tontechniker

Immer wieder bekomme ich Anfragen zum Thema, wie man Tontechniker wird, was für Ausbildungen es gibt und was ich empfehlen würde. Das ist schwierig, weil sich die Ausbildungssituation seit meiner Zeit an der SAE ziemlich geändert hat (viele generelle Medienausbildungen). Also hab ich selbt ein bißchen im Internet gesurft (Google) und die Ergebnisse hier aufgelistet.

Wer weitere Ausbildungsmöglichkeiten kennt, sende mir bitte eine Email, damit ich es hier aufnehmen kann.

Berufsbilder
Ausbildung/Weiterbildung/Studium:
Bitte beim Arbeitsamt auf der Suchseite http://infobub.arbeitsagentur.de/berufe/index.jsp folgende Berufsbezeichnungen (nacheinander) suchen und schmökern:
audioengineer, tontechnik, mediengestalter, audio, veranstaltungstechnik...

Interessante Informationen auch beim Verband deutscher Tonmeister.

Ausbildungseinrichtungen
SAE mit weltweiten Instituten
Schule für Tontechnik in Wuppertal und Regensburg
HOFA College Tontechnik-Fernkurse
S.E.T. school of entertainment and technology
Studiengang Tonmeister an der Universität der Künste Berlin
Hochschule für Musik in Detmold
Robert - Schumann - Hochschule (RSH) in Düsseldorf
Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam
FH (Druck) Medientechnik in Stuttgart
Schule für Rundfunktechnik in Nürnberg
MSG - Music Support Group in München - Eichenau
Studiengänge Multimedia in Wismar
Fachhochschule für digitale Medien in Ulm
Fachhochschule für digitale Medien in Hannover
Fachhochschule für neue Medien in Düsseldorf
Akademie Deutsche POP
Europäische Medien- und Event-Akademie-> Fachkraft für Audiotechnik
Beuth Hochschule für Technik in Berlin, Fachbereich VIII
audiocation webbasierte Ausbildungskurse

Zur Berufsbezeichnung
Audio Engineer darf sich eigentlich jeder nennen, da der Begriff nicht geschützt ist. Da kommt es dann drauf an, von wem das Zertifikat der Ausbildung ist. Ich nenne mich freier Tontechniker, weil ich für verschiedene Auftraggeber und Projekte arbeite und nicht Angestellter in einem Studio bin. Ich habe dafür ein Gewerbe angemeldet. Die Bezeichnung "Freier Tontechniker" ist rechtlich nicht geschützt und sagt nichts über die Qualifikation aus. Deshalb erwähne ich, wenn ich nach der Qualifikation gefragt werde, daß ich das SAE-Diplom habe (nicht staatlich anerkannt). Wenn man neu anfängt, wird es etwas schwer sein, aber die Arbeiten, die man bisher gemacht hast, sind die Qualifikation. Daran sehen die Kunden, was jemand kann. Je nachdem, in welche Richtung man gehen will, sollte man dort Erfahrungen sammeln. Im Filmbereich am Besten zu einer Filmhochschule (als Helfer in einem Projekt); wenn man zum Rundfunk will, ist ein Pratikum bei einem Privatsender nicht schlecht; wenn man Musikaufnahmen machen möchte, übt man mit Demoaufnahmen von Bands. Je nachdem, was einem liegt und was man schon kann oder hat (an Technik).

Generell
Es ist nicht unbedingt notwendig, eine Schule oder Ausbildungseinrichtung für Media oder speziell Tontechnik zu besuchen, man kann auch einfach mal in einem Tonstudio anfragen (Gelbe Seiten), ob man mal Reinschauen darf. So bekommt man einen Eindruck von der Arbeit und kann die Leute dort fragen, wie sie dazu gekommen sind. Wer sich dann entschieden hat, kann mit einem Praktikum anfangen oder in einer Rundfunkanstalt (oder Privatsender) nach einer Ausbildungsmöglichkeit fragen. Praktisch arbeiten und sich Wissen duch Erklärungen "alter Hasen" und durch Bücher lesen aneignen ist ebenso ein Weg Tontechniker zu werden wie eine "offiziell anerkannte" Ausbildung.

Die SAE
...kann ich empfehlen, da sie einem die Grundvoraussetzungen und ein Allgemeines Wissen im Bereich Tontechnik vermittelt, mit dem man sich bewerben kann oder eine Ausgangsbasis für eine Spezialisierung in diesem Bereich bietet.

Daneben kann ich jedem nur raten immer am Ball zu bleiben, denn die Technik entwickelt sich rasend schnell. Und eigentlich läßt sich heutzutage mit einem Multimedia-Computer schon recht viel anfangen. Und wer sich einarbeitet, ist klar im Vorteil. Dazu gibt es unzählige Fachliteratur. Im Online-Buchhandel lohnt es sich einmal nach Begriffen wie: "Tontechnik" oder "Tonstudio" zu suchen. Auch (z.T. Consumer-) Fachzeitschriften wie KEYS, Keyboards, Audio Professional (Verlag: Thewes, Martin;Kellerer & Partner GmbH) und viele weitere informieren über den aktuellen Stand der Dinge.


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